Phobien - Formen, Ursachen und Behandlung von Angst
Phobien gehören zu den häufigsten Angststörungen.
Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über typische und auch über nicht so typische Phobien. Ihre möglichen Ursprünge und die Behandlungsmöglichkeiten.
Was ist eine Phobie
Es gibt die spezifischen Angststörungen und die unspezifischen Angststörungen. Die spezifischen Angststörungen sind die sogenannten Phobien. Eine der häufigsten Formen von Angst.
Etwa 10% aller Deutschen hält eine spezifische Angst im Griff. Spezifische Ängste oder Phobien sind Objektgebunden.
Das bedeutet, dass sich diese Ängste auf räumliche Begebenheiten (Höhe, enge Räume), Umweltereignisse (Unwetter, Feuer), Blut (Spritzen, medizinische Eingriffe) oder Tiere beschränken.
Häufige Phobien
Von der Ablutophobie - der Angst vor dem Waschen oder Baden
über die Acrophobie - der Angst vor Höhen der Hämophobie oder Hämaphobie oder Hämatophobie - der Angst vor Blut
Bis zur Zoophobie - der Angst vor Tieren sind die Phobien so vielfältig und bunt wie die Menschen.
Am häufigsten dürfte die Flugangst sein, die Angst vor Spinnen und die Angst vor Spritzen oder Blutabnehmen. Menschen mit diesen Phobien stellen in meiner Hypnosepraxis die meisten Anfragen zu einer Hypnosebehandlung.
Lesen Sie hier gerne die Praxisseite zu Ängsten und Phobien Dort finden Sie mehr zur Behandlung von Angst und Phobien mit Hypnose und zur Hypnosetherapie bei Ängsten und Panikattacken.
Woher kommt der Begriff Phobie?
Die Bezeichnung dieser Phobien setzt sich zusammen aus dem griechischen „Phobos“ für Angst und der Bezeichnung meist Latein oder Griechisch des angstbesetzten Objekts. Der Begriff einer Phobie ist meist ein Kofferwort.
Nach dem griechischen Gott Phobetor sind Phobien benannt. Phobetor ist einer der Söhne des Hypnos. Die Brüder Phobetors sind Morpheus und Phantasos. Und bilden das Dreigestirn der Traumgötter, den sogenannten Oneiroi.
Passend dazu sei die Zeusophobie - die Angst vor Gott oder Göttern erwähnt. Angst vor Gott oder Religion nennt sich Theophobie
Die Flugangst, die Aviophobie setzt sich aus Avis für Vogel und Phobie zusammen. Die Angst vor Vögeln wiederum nennt sich Ornitophobie. Ornitho aus dem griechischen bedeutet „in Zusammenhang mit Vögeln“.
Warum entstehen Phobien?
Dass Menschen evolutionsbedingt leichter oder schneller Angst vor etwas entwickeln können, das im Laufe der Geschichte eher als Gefahr einzustufen ist, könnte eine Begründung sein, warum Phobien entstehen.
Als gut erforscht gilt, dass Menschen in der Lage sind, blitzschnell unter einer Vielzahl von Bildern die Bilder mit Spinnen und Schlangen herauszufiltern. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
Von einer Angst vor zauberhaften Fohlen habe ich noch nichts gehört. Eine Angst vor Pferden hingegen nennt sich Hippophobie und kann, ganz begründet nach schweren Stürzen oder anderen Unfällen mit Pferden entstehen.
Emotionen sind im unbewussten Entstehen immer schneller als die bewusste Wahrnehmung. Die komplexen Prozesse, die im Hirn die Angstgefühle entstehen lassen, laufen mit atemberaubender Geschwindigkeit ab. Überwiegend unbewusst.
Zum Beispiel die Spinnenphobie:
Warum haben soviel Menschen in unseren Breitengraden so große Angst vor Spinnen? Die hier lebenden Spinnen sind ungefährlich, die Chance auf eine aus einem Terrarium ausgebüxte Giftspinne zu treffen doch eher gering.
So scheint es deutlich, dass die Arachnophobie, also die Angst vor Spinnen, ein genetisches Überbleibsel unserer Vorfahren aus Risikogebieten ist.
Gleichwohl ist es möglich, dass Menschen die ein erhöhtes Kontrollbedürfnis haben die unkalkulierbaren Bewegungen, das flinke Huschen und plötzliche Auftauchen der achtbeinigen Mitbewohner fürchten.
Von den Eltern übernommene Ängste können eine Rolle spielen. Vielleicht auch eine eklige Erfahrung mit Spinnen im Kindesalter.
Woher auch immer diese Angst oder eben diese Phobie kommt, Hypnose hilft ganz ausgezeichnet diese Phobie entspannt aufzulösen, weil bei den meisten Phobien eine Art ganz persönlicher Generalisierung stattgefunden hat. Eine Hypnosetherapie löst diese Generalsierungen und möglichen tiefen Ursachen dieser Phobien auf.
Wie viele Phobien gibt es?
Wie viel Phobien es gibt ist schwer zu erfassen. Phobien kann es theoretisch in nahezu unbegrenzter Anzahl und Form geben. Am wohl bekanntesten unter den ungewöhnlichsten Phobien dürfte wohl die Anatidaephobie sein, die Angst von einer Ente beobachtet zu werden.
Selbst wenn diese etwas spezielle Phobie von Gary Larson in seinem Comic "the far side" erfunden wurde - es gibt nichts was es nicht gibt - oder was nicht ein menschliches Unbewusstes entwickeln könnte.
Kommen neue Phobien dazu?
Ängste und Phobien können sich an aktuelle Begebenheiten anpassen. Deswegen können auch immer neue Phobien entstehen.
Relativ neu ist die sogenannte Klimaangst. Auch wenn die Benennung kritisch gesehen wird, weil die Klimaangst die Reaktion auf eine sehr reale Bedrohung darstellt, wird sie noch unter Angst geführt.
Bereits 2017 empfahl die APA - die American Psychological Association, die Klimaangst in "chronische Angst vor dem ökologischen Untergang" umzubenennen. Bis heute ist die Klimaangst nicht als Krankheit klassifiziert.
Mit dem wärmer werdenden Klima kommen auch wir Norddeutschen immer mehr Kontakt mit Spinnen und anderen Insekten, die zumindest unangenehmer werden können als unsere heimischen Arten.
Und am Ende zeigt sich doch wieder deutlich, dass die Menschen mit Erleben von Angst vor etwas ausgezeichnet von der Evolution auf das (Über)Leben vorbereitet werden.
Wann brauche ich Hilfe bei meiner Angst?
Es gibt Menschen, die haben eine bestimmte Form von Angst und die stört sie nicht wesentlich. Dann braucht es nicht unbedingt eine Hilfe in Form einer Hypnosetherapie. Falls jemand unter einer Flugangst leidet und nicht fliegt, stellt das kein Problem dar. Wenn sich aber plötzlich der Job ändert und beruflich viel geflogen werden muss, dann machst sich diese Form der Flugangst, diese Aviophobie stark bemerkbar und sollte mit Hypnosetherapie gelöst werden, damit sich diese Angst nicht auswächst und die Lebensqualität stark beeinträchtigt.
Wenn Sie mehr zu den Behandlungsmöglichkeiten wissen möchten, dann vereinbaren Sie gerne einen Termin für ein kostenfreies Infotelefonat über den Button.
